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Veranstaltungen im Nachmittagsunterricht



Thema

Konversation - Rhetorik - Phonetik (Konversationskurs - Rhetorikübungen - Aussprachetraining)

Themen und Zuordnung zu den Stufen siehe folgende Ankündigungen!!!!

Dozenten verschiedene
Zeit Di, 14 - 16 Uhr am 9., 16. und 23. August (gesamt 6 Stunden) Teilnehmerzahl je Gruppe: 15
Stufe

A1/A2, B1/B2, C1/C2

(nach Einstufung im Modul Hörverstehen/Sprachproduktion)

Link  

(Informationen über das Anmeldeverfahren und das Kursangebot werden in Kürze hier veröffentlicht).



Gruppe 1  
Thema Deutsch als Fremdsprache im Unterricht
Dozent Karl Martin Hoffmann
Stufe C1/C2
Inhalt Zielgruppe

Die folgende Reihe von drei Veranstaltungen wendet sich an Teilnehmer, die selbst schon einmal Deutsch als Fremdsprache unterrichtet haben, ein Studium oder eine Ausbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache absolvieren oder dem Unterrichten ein besonderes Interesse entgegenbringen. Fortgeschrittene Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt!

Inhalte

1.
In der ersten Veranstaltung werden diverse Lehrwerke für den Anfängerunterricht vorgestellt. Dabei geht es vor dem Hintergrund von Spracherwerbstheorien um die Genesis und Geltung einer kommunikativen Didaktik.

2.
Die zweite Sitzung befasst sich mit dem Kreativen Schreiben und mit der Ausbildung der schriftsprachlichen Kompetenz. Hier geht es um die methodische Diskussion sowie um Übungsformen und ihre Erprobung.

3.
In der letzten Sitzung wird der Umgang mit literarischen Texten im Unterricht Deutsch als Fremdsprache thematisiert. Ausgehend von strukturell einfachen Beisspielen Konkreter Poesie wird der Einsatz literarischer Texte wie etwa Balladen oder Erzählungen mit den entsprechenden Erschließungsstrategien erarbeitet.





Gruppe 2  
Thema Literaturkritik
Dozent Dr. Matthias Wolbold
Stufe C1/C2
Inhalt

In dem Konversationskurs Literaturkritik wollen wir uns Autoren kritisch im Gespräch nähern. Dazu werden wir den Begriff Literaturkritik definieren und ihn vom Begriff der Literaturwissenschaft abgrenzen. Den Spuren deutscher Autoren wollen wir nicht nur im Gespräch nachspüren, sondern sie auch vor Ort betrachten. Wo möglich, begeben wir uns an Plätze die mit den Schriftstellern verbunden sind. Zudem werden wir uns mit kleinen Literaturgattungen deutscher Autoren ( z.B. Aphorismen) beschäftigen.

 

  • Einführung Literatur/Literaturkritik/Literaturwissenschaft

 

In der ersten Sitzung wollen wir uns im Gespräch den Begriffen Literatur/Literaturkritik und Literaturwissenschaft nähern. Dabei geht es vor allem darum, eine Unterscheidung zwischen der an Universitäten gelehrten Literaturwissenschaft und der in Feuilleton und Radio üblichen Literaturkritik herauszuarbeiten. In einem zweiten Schritt probieren wir das Konzept der Literaturkritik an Büchern aus, welche die der Teilnehmer vorschlagen. Dabei kann es sich um Lieblingsbücher der Teilnehmer handeln oder um Bücher, die die Teilnehmer ablehnen. aus. Jeder Teilnehmer muss nach einer kurzen Vorbereitungszeit ein gelesenes Buch vorstellen und bewerten.

 

  • Adorno am Adorno-Platz.

 

In der zweiten Einheit beschäftigen wir uns mit der „Minima Moralia“, einer Sammlung philosophischer Gedanken Theodor W. Adornos. Nach einer kurzen Einführung lesen wir Teile der Kapitel Zwergobst (29) und Monogramme (122), die kurze, zum Teil provokante Aphorismen enthalten, denen wir im Gespräch nachspüren und sie kritisch bewerten. Zum Abschluss ist ein kleiner Spaziergang zum viel diskutieren Denkmal Adornos auf dem Adorno-Platz und zu seinem Haus im Kettenhofweg geplant.

 

  • Literatur nach Wahl

 

In dieser Sitzung wollen wir über deutsche Autoren sprechen, die die Teilnehmer vorschlagen. Zur Wahl stehen Schriftsteller wie Goethe, Brentano, Heinrich Hoffmann („Struwwelpeter“) Valentin Senger (Kaiserhofstraße 12), Jean Améry oder andere Autoren nach Vorschlag der Studenten.

 

 

Gruppe 3  
Thema Redewendungen, Sprichwörter, Slogans, geflügelte Worte – „Alle Wege führen nach Rom“
Dozent Dr. Silke Luy
Stufe B1 / B2 / C1
Inhalt

Idiomatische Wendungen stellen für das Erlernen einer Fremdsprache eine besondere Herausforderung dar. Entsprechend der Bedeutung des Wortes „Idiom“ spiegeln sie die Eigentümlichkeiten einer Sprache wider. Ein typisches Merkmal von Redewendungen ist, dass sich ihre Gesamtbedeutung nicht aus der Bedeutung der Einzelwörter erschließen lässt und eine wörtliche Übersetzung sogar oftmals in die Irre führt. So ist ein „blinder Passagier“ keineswegs ein Passagier, der nichts sieht.

Für die Lernenden können diese sprachlichen Formeln sowohl eine „harte Nuss“ als auch das „Salz in der Suppe“ der Sprachbeherrschung sein, bis sie ihnen schließlich in „Fleisch und Blut“ übergehen und sie die ‚eigen-artigen’ Wortverbindungen zu erkennen und an der richtigen Stelle und in passenden Zusammenhängen zu verwenden wissen.

 

Gemäß dem Motto „Alle Wege führen nach Rom“ wollen wir im Konversationskurs anhand von Bild- und Textmaterial verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit den ‚geflügelten Wörtern’ erproben und unterschiedliche Themen (z.B. Farben, Körperteile, menschliches Handeln) und Bereiche (Alltag, Werbung, Gesellschaft, Politik) ausloten.

Geht es in einem ersten Schritt darum, die festen Wortverbindungen überhaupt erst einmal zu erkennen, sollen sie in einem zweiten Schritt analysiert und interpretiert und ihre wörtliche von der übertragenen Bedeutung unterschieden werden. Im Vergleich mit der jeweiligen Muttersprache sollen schließlich weitere Bedeutungs-verschiebungen diskutiert werden, die nicht nur die sprachlichen Eigenarten verdeutlichen, sondern möglicherweise auch auf kulturelle Besonderheiten verweisen.

 

 

   



Seminare zur Sprachwissenschaft
 
Die Seminare zur Sprachwissenschaft finden jeweils Mo, 14 - 16 Uhr statt
Um Anmeldung im Kursbüro wird gebeten - bitte beachten Sie die Zuordnung zu den Stufen


Thema Vom Gedanken zum Satz: Versprecher öffnen ein Fenster zur Sprachstruktur
Dozentin Prof. Dr. Helen Leuninger
Stufe Seminar für Teilnehmer der Stufe C1/C2
Link http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/KogLi/Lehrstuhl_Leuninger/index.html


Inhalt

In diesem Seminar wollen wir herausfinden, welche Wege ein Gedanke durchläuft, bis er eine sprachliche Form findet. Dazu sollen Versprecher analysiert werden, weil sie uns den besten Einblick in unsere innere Sprache liefern. Wenn jemand sagt: meine Damen und Herren, wir pfeifen nicht nach ihrer Tanze (er wollte ja sagen: wir tanzen nicht nach ihrer Pfeife), dann sehen wir, dass bei der Sprachplanung nicht nur ganze Wörter eine Rolle spielen (wie etwa in „Ich hab ne Frau als Holländerin“ statt „Ich hab ‚ne Holländerin als Frau“), sondern Wortbestandteile (Morpheme nämlich). Und noch feiner ist unsere innere Sprachanalyse bei solchen Fehlern wie „geschlossene Lüste“ statt „Liste“. Hier wird nur ein Merkmal des Lautbestands erfasst (das Merkmal labial) und nicht der gesamte Laut (wie in „Most und Rotten“ statt „Rost und Motten“).

Methode

Die Teilnehmer erfahren in der ersten Sitzung, wie man Versprecher (und gegebenenfalls ihre Korrekturen) aufschreibt und analysiert. Dies wird an Versprechern aus dem Deutschen gezeigt. Die Aufgabe der Teilnehmer besteht dann darin, Versprecher aus ihren jeweiligen Muttersprachen zu sammeln, die wir in den zwei folgenden Sitzungen besprechen wollen.

Ziel

Wir erarbeiten in der vierten gemeinsam eine kleine Versprechersammlung mit exemplarischen Analysen, die wir entweder digital oder als kleine Broschüre am Ende des Sommerkurses fertig gestellt haben wollen, so dass alle Teilnehmer und andere Interessenten aus dem Sommerkurs diese in ihre Heimat mitnehmen können.

Vorbereitende Lektüre

Leuninger, H. & Keller, J. (20049 Grammatische Strukturen – kognitive Prozesse. Tübingen, Kap. Sprachproduktion Ein Exemplar dieses Buchs ist in der Sommerkursbibliothek vorhanden Claudia Meindl Institut für Kognitive Linguistik Johann Wolfgang Goethe-Universität



Thema Sprache und Gehirn
Dozentin Dr. Claudia Meindl
Stufe Seminar für Teilnehmer der Stufe B1/B2
Link  


Ich behaupte: Ihre Sprache gehört zu Ihren erstaunlichsten Fähigkeiten! Warum? Sie haben bis zu 150 000 Wörter im Kopf, und es werden die nächsten Wochen sicher noch einige Wörter dazu kommen. Sie brauchen trotzdem nur 200 Millisekunden (!), um ein gesprochenes Wort zu erkennen! Wir alle benötigen unsere Sprache(n), um uns auszutauschen, Wissen zu speichern, zu denken und uns als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Sprache ist Kultur, das ist für uns selbstverständlich. Sprache ist aber auch ein biologisches Phänomen. Sie ist auch eine Leistung Ihres Gehirns, vor allem der etwa 20 Milliarden Nervenzellen der Großhirnrinde.

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam einige Antworten auf die folgenden Fragen erarbeiten:

- Wie ist die Sprache im Kopf organisiert? Welche Vorstellungen hatten beispielsweise die alten Ägypter, welche Modelle gibt es heute?

- Wie formt sich die Sprache im Kopf? Kann man dem Gehirn beim Denken und Sprechen zusehen? - Was ist, wenn man mehrere Sprachen spricht? Hat ein Ukrainer ein anderes Gehirn als ein Italiener?

- Was passiert mit der Sprache nach einer Hirnschädigung? Kann man seine Sprache verlieren, bspw. nach einem Unfall?

- Sprechen Männer anders als Frauen? Menschen ohne Gehör anders als Hörende? Haben sie alle unterschiedliche Gehirne? Vorbereitung: Bitte versuchen Sie, Antworten auf diese Fragen zu finden. Welche Vorstellungen haben Sie über Ihr Gehirn? Wie verarbeiten Sie Sprache? Kennen Sie Personen, die nach einem Unfall oder einem Schlaganfall anders sprechen oder schreiben? Was hat sich verändert?



Thema Grammatikübungen
Dozent N.N.
Stufe für Teilnehmer der Stufe A1/A2
Link  


 



Thema "Literatur am Donnerstag": Eine kleine Reise durch das literarische Frankfurt
Termine Do 14 - 16 Uhr
Dozentin Dr. Matthias Wolbold
Stufe Angebot für Teilnehmer der Stufe B1/B2 (Modul Hörverstehen/Sprachproduktion)
Link  


1.) Grimms "Kinder- und Hausmärchen": Lektüre und Interpretationen

Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und der böse Wolf, Dornröschen und die 13. Fee. Jeder kennt diese Figuren oder hat sie schon einmal in einem bunten Disney-Film gesehen. Wie wenig andere Geschichten sind besonders die Märchen von Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm
(1786-1859) in alle Welt 'exportiert' worden - doch kennen wir die Märchen wirklich? Und sind sie tatsächlich 'Kindergeschichten'?

Eine große Auswahl an Texten zum 'Vorher-Lesen' unter http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=969&kapitel=1#gb_found

2.) Goethes Ballade "Der Erlkönig": Lektüre, Interpretation und Musik

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist Frankfurts berühmtester Sohn. Seine Stücke werden bis heute an den Theatern aufgeführt, seine Werke gelten als 'ewig'. Zeit, sich einmal genauer mit einem spannenden Text wie der Ballade vom "Erlkönig" zu beschäftigen - und mit seiner 'romantischen' Vertonung durch Schubert (1810-1856).

Text online bei Projekt Gutenberg:
http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=5&xid=5331&kapitel=136&cHash=f6bc50de6echap145#gb_found

3.) Heinrich Hofmanns "Struwwelpeter": Lektüre und Interpretationen

Das Kinderbuch "Struwwelpeter" ist weit über seinen ursprünglichen Zweck hinaus bekannt geworden: Geschrieben und gezeichnet als improvisiertes Weihnachtsgeschenk für seinen kleinen Sohn, fordert Hofmanns "Struwwelpeter" bis heute kontroverse Diskussionen und verschiedenste Interpretationen heraus. Zahlreiche Imitationen und Parodien unterstreichen den 'Kultstatus' des Buchs.

Text und Bilder finden Sie unter
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1216&kapitel=1#gb_found



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